list > Die Seidenstraßen-Initiative
Die Seidenstraßen-Initiative
18 August 2017



Im September und Oktober 2013 stellte Chinas Staatspräsident Xi Jinping das strategische Konzept zum Aufbau eines modernen Wirtschaftskorridors, bestehend aus der “Neuen Seidenstraße“ und der „maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts“ (kurz: „Seidenstraße-Initiative“), vor. Er rief die verbundenen Länder und Regionen zu einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf und sprach sich für den Aufbau einer „Interessengemeinschaft“ des gegenseitigen Nutzens aus.

Die Seidenstraße-Initiative zielt auf die Förderung von Handel und Wirtschaft ab. Sie ist weder eine Institution, noch ein Mechanismus, sondern ein Konzept und ein Anstoß zur kooperativen Entwicklung. Herzstück des Konzepts  sind Verbesserungen und gemeinschaftliche Investitionen in den Bereichen Kommunikationspolitik, Infrastruktur, Handels- und Währungsströme, sowie menschliche Interaktion.

Die Seidenstraße als historisches Symbol steht aber nicht nur für Wachstum und Fortschritt, sondern ebenso für Frieden und Weltoffenheit. Betrachtet man die Geschichte der Menschheit, sind nahezu alle großen historischen Umwälzungen und wirtschaftlichen Aktivitäten von kulturellem Austausch begleitet. Nur vor dem Hintergrund der Völkerverständigung konnten die Wirtschaften einander ergänzen und eine nachhaltige Entwicklung gewährleisten.

Umgekehrt ist wirtschaftliche Prosperität Grundlage für die Integration und Entwicklung von Kulturen.

Nur durch Dialog und Transparenz kann auf Dauer ein Klima politischen Vertrauens, der wirtschaftlichen Integration und der kulturellen Toleranz geschaffen werden.