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BLAUER CONTAINER in DUISBURG 2018

2. bis 17. Juni

Schätze Dunhuangs – Weltkulturerbe an der Seidenstraße
01 June 2018



In der Nähe von Dunhuang, einer Oasenstadt in der Provinz Gansu, befinden sich mehrere buddhistische Höhlentempel, in denen sich Wandmalereien und Skulpturen befinden. Weltberühmt sind darunter die Mogao-Grotten, die ein UNESCO-Weltkulturerbe sind. Die Menge und Qualität der buddhistischen Kunst in den Höhlen ist weltweit einzigartig.

Im Rahmen des Events „Blauer Container auf der Neuen Seidenstraße“ sind die Höhlen erstmals durch das Dunhuang Research Institute in Deutschland ausgestellt, vom 2.6.-10.6.2018 im RheinPark in Duisburg. Die Höhle 258 ist im Nachbau zu sehen, daneben etwa 40 hochwertige Drucke von Wandmalereien und ein VR-Erlebnis der Höhlen.



Die Höhlen wurden etwa im 4. Jahrhundert angelegt und wuchsen im 14. Jahrhundert während der Tang-Dynastie besonders stark an. Zu diesem Zeitpunkt war Dunhuang ein wichtiger Knotenpunkt der Seidenstraße.

Nach dem Ende der Tang-Dynastie und gleichzeitig mit dem Niedergang der Seidenstraße, verloren auch die Dunhuang-Grotten an Bedeutung. Im 19. Jahrhundert besuchten englische und französische Archäologen die Höhlen und entfernten einen der wichtigsten Funde buddhistischer und anderer historischer Texte, zusammen mit einigen Statuen und anderen Schätzen. Diese Manuskripte sind nun in Museen auf der ganze Welt verstreut und können können digital im International Dunhuang Project eingesehen werden.



Auch die Höhlen selbst sind über das Internet zugänglich: unter https://www.e-dunhuang.com/index.htm kann man einen elektronischen Rundgang durch die Höhlen unternehmen und zusätzliche Informationen erhalten.



Die farbigen Wandmalereien erstrecken sich oft über die kompletten Höhlen, so dass es fast unmöglich ist, den Eindruck der Originalhöhlen über Teilbilder zu reproduzieren. Die Dunhuang Academy, die mit Forschung und Erhaltung der Grotten beauftragt ist, hat deshalb für ihre Wanderausstellung zu den Dunhuang-Grotten einzelne Grotten in vereinfachter Form nachbauen lassen, so dass deren Einzigartigkeit durch Drucke und Projektionen erfahrbar ist. Die Ausstellung wurde bereits in London und in Wien gezeigt.