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BLAUER CONTAINER in DUISBURG 2018

2. bis 17. Juni

Ein Zug voller Kunst Die Blue Container-Aktion startet in Duisburg
06 May 2018

DUISBURG – Dieser Zug hält nicht an jeder Milchkanne. Seine Stationen sind: die Ruhrstadt Duisburg, Taschkent (Usbekistan), Astana (Kasachstan) und Urumqi (China). Endstation nach 11.000 Kilometern ist Peking. Vier blaue Container werden Anfang Juni 2018 im Duisburger Hafen aufs Gleis gesetzt. Ihre wertvolle Fracht: Kunst aus den Anrainerstaaten der alten Seidenstraße, die im Rahmen des „Belt & Road“-Programmes der chinesischen Staatsführung wiederbelebt werden soll.



Vorrangiges Ziel der Aktion ist es, die Exportmöglichkeiten der chinesischen Wirtschaft zu verbessern. Der Transport per Zug von China in das Zentrum Europas ist deutlich kürzer als über den Seeweg. Schon heute kommen in der Woche 20 bis 40 Güterzüge über die neue Seidenstraßen-Route in Duisburg an. Der größte Binnenhafen Europas verteilt die Container dann in ganz Europa.

Der demnächst auf die Reise gehende Kunstzug ist eine Idee des in Düsseldorf ansässigen Vereins Deutsch-Chinesischer Kulturaustausch für Kunst und Design. Der 1. Vorsitzende Jian Guo erhofft sich, dass Menschen unterschiedlichster Kulturen sich kennenlernen. Denn nur dann, so seine Philosophie, kann man auch miteinander Geschäfte machen – zum gegenseitigen Wohl: „Freundschaft muss vom Herzen kommen.“

Zu den Kunstbotschaftern des Blue Container-Zuges werden auch vier deutsche Künstler gehören, die zur Zeit von Jürgen Büssow, dem Vorsitzenden des Düsseldorfer Kunstvereins 701, ausgesucht werden: „Unsere Kunstakademie hat viele Talente, die diese Chance nutzen wollen.“



Zusammen mit Künstlern aus den anderen Anrainerstaaten werden sie sich und ihre Kunst an den Haltepunkten jeweils für zehn Tage präsentieren. Das gilt auch für die Produkte des Hauptsponsors der Aktion: Der chinesische SUDA-Konzern ist spezialisiert auf Elektromobilität.

Dass chinesische Unternehmen beste Chancen haben, sich auf europäischen Märkten zu behaupten, ist Experten längst klar. Vor allem in den Zukunftstechnologien Elektroauto, Autonomes Fahren und Energiespeichern mit Hilfe von Batterien sind die Chinesen längst auf der Überholspur.