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BLAUER CONTAINER in DUISBURG 2018

2. bis 17. Juni

Duisburg wird für China immer wichtiger,Seidenstraßen-Präsentation mit namhaften Künstlern im Rheinpark
06 May 2018

DUISBURG - Duisburg ist auf einem guten Weg, für China die wichtigste Stadt in Deutschland zu werden. Das gilt nicht nur für den wirtschaftlichen Bereich, sondern auch für den kulturellen. Im Juni dieses Jahres gibt es im Rahmen des „Blue Container“-Projektes im Rheinpark eine zweiwöchige Kultur-Präsentation mit namhaften chinesischen Künstlern. Die Liste wird von Wang Bing angeführt, einem Dokumentarfilmer, der im letzten Jahr beim 70. Filmfestival in Locarno mit dem Goldenen Leopard ausgezeichnet wurde.

Die Idee des „Blue Container“-Projektes stammt vom Deutsch-Chinesischen Verein für Kulturaustausch (DCKD). Sein 1. Vorsitzender Jian Guo will die Bemühungen der chinesischen Staatsführung, die historische Seidenstraße als Wirtschaftstrasse wieder zu aktivieren, mit kulturellen Aktivitäten begleiten. Seine Philosophie: „Nur wenn Menschen unterschiedlichster Kultur sich kennenlernen und zusammenfinden, kann man auch gute Geschäfte machen.“

Zum Auftakt schickt DCKD Anfang Juni 2018 in Duisburg einen Kunstzug mit blauen Containern auf die Reise nach Peking. Haltepunkte werden Usbekistan, Kasachstan und Zentralchina sein. Mitreisende sind Künstler aus diesen Anrainerstaaten der Seidenstraße. Deutschland ist durch Mitglieder der Düsseldorfer Akademie vertreten. An den Stationen können die Künstler sich und ihre Kunst jeweils für zehn Tage präsentieren.

Höhepunkt der Aktion „Blue Container“ ist ab Samstag, 2. Juni, eine zehntägige Schau im Rheinpark Duisburg. Ein Pavillon wird dort der zeitgenössischen chinesischen Kunst gewidmet sein. Kuratiert wird die Ausstellung von DCKD-Artdirektor Yang Shu: „Wir sind stolz darauf, Künstler präsentieren zu können, die von internationalem Rang sind und bereits in Paris oder New York gezeigt wurden.“

Neben Filmemacher Wang Bing, Teilnehmer der letzten Documenta in Kassel, sollen der Fotograf Gao Bo, der Maler Shen Shaomin, die Multimedia-Künstlerin Xing Dauwen sowie der Performance-Artist Kwok Mang Ho. Dazu kommen fünf Künstler aus Deutschland: Heinz Baumüller, Irina Mathes, Ulrike Möschel, Mansour Ciss sowie der in Duisburg lebende Gil Shachar.

Doch nicht nur die spannende Gegenwartskunst Chinas ist in Duisburg zu sehen. In einem weiteren Pavillon werden erstmals in Deutschland Repliken der Wandbilder der weltberühmten Mogao-Grotten in Dunhuang gezeigt. Die Originale stammen aus dem 4. bis 12. Jahrhundert. Buddhistische Mönche haben in dieser Epoche etwa 100 Höhlen in den Sandsteinfelsen geschlagen – und kunstvoll gestaltet. Die Mogao-Grotten zählen seit 1987 zum Weltkulturerbe.

Außerdem werden in einem weiteren Pavillon historische und aktuelle Tuschmalereien ausgestellt. Die 100 Kunstwerke wurden von der China National Academy of Painting, Peking, ausgesucht.

Finanziert wird dieses Kulturereignis in erster Linie vom chinesischen SUDA-Konzern. Der DCKD-Hauptsponsor ist Spezialist für Elektroautos und Elektromobilität. Die Autos, mit denen SUDA jetzt die Weltmärkte erobern will, wird man im Juni ebenfalls bestaunen dürfen. Vielleicht werden in Zukunft die SUDA-Autotransportzüge auch in Duisburg ankommen. Schon heute erreichen 20 bis 30 Containerzüge in der Woche den Duisburger Hafen über die neue Seidenstraßen-Route.