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BLAUER CONTAINER in DUISBURG 2018

2. bis 17. Juni

Weltkulturerbe zu Gast im Duisburger Rheinpark
06 May 2018

Von buddhistischen Mönche zwischen dem 4. und dem 12. Jahrhundert geschaffen und als Replikate demnächst in Hochfeld: Kunst aus China.

DUISBURG. Repliken der historischen Wandbilder der Mogao-Grotten sind Attraktionen einer China-Schau, die im Juni in Duisburg zu sehen ist.

Zwei Wochen lang wird in diesem Jahr der Hochfelder Rheinpark im Zeichen chinesischer Kunst stehen. Ab 2. Juni sollen zeitgenössische Künstler von internationalem Rang dort ihre Werke ausstellen. Und es wird – nach Angaben der Veranstalter erstmals in Deutschland – Repliken der historischen Wandbilder der Mogao-Grotten in Dunhuang zu sehen geben, die seit 1987 zum Weltkulturerbe zählen.

Acht große Leichtmetallhallen und drei kleinere Zelte sind am Hochfelder Rheinufer geplant, und nicht nur Kunst soll sie füllen. Auch chinesische und deutschen Unternehmen werden sich präsentieren können, unter anderem der chinesische Autobauer Suda. Der wiederum ist Hauptsponsor des Deutsch-Chinesischen Vereins für Kulturaustausch mit Sitz in Düsseldorf, der hinter der Kunstschau steht. Und noch mehr vorhat.

Die neue Seidenstraße

Denn schon Ende März soll ein Kunstzug mit blauen Containern auf vier Waggons ab Duisburg auf die Reise in den fernen Osten gehen. Haltepunkte sind in Usbekistan, Kasachstan und Zentralchina vorgesehen. Mit dabei sind Künstler aus Anrainerstaaten der Seidenstraße und von der Düsseldorfer Kunstakademie, die ihre Kunst an den Haltepunkten präsentieren werden.

Die Idee hinter dem „Blue Container“-Projekt: Der 1. Vorsitzende des Deutsch-Chinesischen Vereins, Jian Guo, will die Bemühungen der chinesischen Staatsführung, die historische Seidenstraße als Wirtschaftstraße wieder zu aktivieren, mit kulturellen Aktivitäten begleiten. Seine Philosophie: „Nur wenn Menschen unterschiedlichster Kultur sich kennenlernen und zusammenfinden, kann man auch gute Geschäfte machen.“ Der Hintergrund: Seit geraumer Zeit verkehren auf der „neuen Seidenstraße“ wöchentlich 20 bis 30 Containerzüge zwischen Duisburg und China. Dieser Verkehrsverbindung galt auch der Besuch des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping auf dem Rheinhauser Logport-Gelände im Jahr 2014.

Fünfstellige Besucherzahl erwartet

Für die Präsentation von Kunst und Wirtschaft im Rheinpark erwarten die Veranstalter eine fünfstellige Besucherzahl.Kuratiert wird die Ausstellung moderner chinesischer Kunst von Yang Shu: „Wir sind stolz darauf, Künstler präsentieren zu können, die von internationalem Rang sind und bereits in Paris oder New York gezeigt wurden.“ Neben den Repliken der Jahrhunderte alten Mönchskunst aus den Grotten werden in einem weiteren Pavillon 100 historische und aktuelle Tuschemalereien ausgestellt. Was noch fehlt für die China-Schau, ist die amtliche Genehmigung. Gespräche mit der Stadt laufen.

>> HÖHLENTEMPEL AN DER SEIDENSTRASSE

Die Mogao-Grotten sind laut Wikipedia ein System mehrerer hundert Höhlentempel, gelegen in einer Flussoase an der Seidenstraße in Nordwestchina. Dort haben buddhistische Mönche zwischen dem 4. und 12. Jahrhundert etwa 1000 Höhlen in die Sandsteinfelsen geschlagen und mit buddhistischen Motiven verziert. 492 dieser Höhlen sind heute noch erhalten und zum Teil zugänglich.

WAZ: https://www.waz.de/staedte/duisburg/weltkulturerbe-zu-gast-im-duisburger-rheinpark-id213521713.html?__pwh=3U%2Fo1qPtEoPPXlcIgXo5lQ%3D%3D